Die Telomeranalyse misst den Alterungsprozess
Was sind Telomere?
Telomere nennt man die beiden Enden der Chromosomen. Sie verhindern mögliche Veränderungen, die eine Instabilität der Chromosomen auslösen könnten. Wissenschaftler vergleichen die Telomere mit Plastikkappen von Schnürsenkeln, welche diese vor dem Ausfransen und somit vor deren Abbau schützen.
Was bedeutet Telomerase?
Ein Enzym, das in der Lage ist, die Telomerlänge zu erhalten und durch Wiederverlängerung kurze Telomere zu reparieren, wird als Telomerase bezeichnet. Um dies zu erreichen bindet die Telomerase neue Telomer-DNS-Stücke an die Enden der Chromosomen.
Bei gesunden Menschen ist die Telomerase vor allem in pluripotenten Zellen (frühe Stadien der Embryonalentwicklung) und in verschieden adulten Stammzellkompartimenten vorhanden. Es existieren aber auch Krankheiten, in denen die Telomerase aktiviert sein kann.
Was erfahren wir von den Telomeren?
Die Länge der Telomere in Relation zum Alter der Person ist einer der aussagekräftigsten molekularen Marker, um den genauen Grad des Alterungssprozesses des Organismus zu erkennen und so das biologische Alter zu ermitteln. Weil die Zellen sich immer wieder teilen, um neues Gewebe zu produzieren, verkürzt sich die Zahl der telomerischen Wiederholungen mit dem Alter zunehmend. Wir messen die durchschnittliche Länge der Telomere, aber auch den Anteil der kurzen Telomere, da diese einen direkten Effekt auf unseren Alterungsprozess haben. Der Lebenstil kann einen signifikanten Effekt auf unsere Telomere haben, sie schneller oder langsamer verkürzen.
Das genaue biologische Alter gibt verlässlich über die generelle Gesundheit Auskunft und zeigt, welcher Lebensstil hilft, den Alterungsprozess zu verlangsamen. Das biologische Alter ist außerdem ein wichtiger Indikator für die personalisierte Medizin.