Ist der Gen-Test nicht ausreichend?

Die Gen-Diagnose ermittelt die Schutzmechanismen gegen Krankheiten oder deren Fehlen. Diese stehen bei Geburt fest und ändern sich nicht. Ob diese Empfänglichkeit in Ihrem bisherigen Leben durch Ihren Lebensstil aktiviert wurde, ist in den Genen nicht abzulesen. Dazu benötigt man ein ausführliche Laborwerte.

Ist es ratsam, über seine genetische Veranlagung Bescheid zu wissen?

Selbstverständlich, nur mit diesem Wissen kann der fehlende genetische Schutz durch Lebensstilanpassung kopiert werden. Wenn Sie ein Fahrzeug kaufen, möchten Sie auch wissen, ob das Fahrzeug mit Diesel oder Benzin betankt werden soll. Im Gegensatz zu dieser simplen Vorgabe hat der menschliche Organismus allerdings hunderte von Varianten, wie er „betankt“ werden will.

Können Sie uns ein Beispiel nennen für das Kopieren eines fehlenden genetischen Schutzmechanismus durch natürliche Lebensstilmaßnahmen?

Sind Sie Träger des Genpolymorphismus Cyp 1A1, dann fehlt dort der Schutz für bestimmte Krebsarten. Diesen können Sie ausgleichen mit regelmäßigem Konsum von allen Kohlgemüsesorten, Petersilie, Brokkoli und Brunnenkresse. Bei einer bestimmten Variante dieses Gens sollten Frauen auf Hormonersatz verzichten.

Sind die sogenannten genetischen Polymorphismen ausreichend?

Nein, die Erkenntnisse sind heute viel weitreichender. Insbesondere die Epigenetik hat uns unmissverständlich gelehrt, dass es zwischen Genen und Lebensstil eine Art Interaktion gibt. Nicht nur die Gene bestimmen, wie wir funktionieren, sondern auch wir können mit unserem Lebensstil den Zustand der Gene, in diesem Fall der Genverpackung, massiv beeinflussen. Im Guten wie im Schlechten können wir erheblichen Einfluss darauf nehmen, wie lange wir gesund bleiben und letztendlich leben werden. Auch dazu ein Beispiel: Bei chronisch Lungenkranken ist ein bestimmtes Gen für die Enzymbildung nicht aktiviert. Diese Aktivierung können wir aber auslösen, zum Beispiel mit Konsum von Brokkoli. Durch die daraus vermehrte Enzymbildung wird die Entzündung wieder zurückgehen. Oder: Der Konsum von Resvaratrol, ein Rotwein-Polyphenol, kann ein sogenanntes Langlebigkeitsgen aktivieren. Dazu gibt es noch Transkriptom-Analysen und Proteom-Analysen.

Was halten sie von Gen-Analysen ohne Beratung?

Alle unsere Kriterien für eine substanzielle und nach haltige Gesundheitsberatung werden hier nicht erfüllt. Gentests alleine haben keine große Aussagekraft. Die Menschen sind danach sehr verunsichert, insbesondere einige US-Labors überprüfen einige DNA mit zweifelhafter Evidenz. Erfolgreiche Gesundheitsberatung ist weit mehr als nur eine Gen-Analyse. Für uns ist die Gen-Analyse nur eines von vielen Mitteln, die wir benutzen und fest einbinden in unser 7 Step-Modell. Allerdings ist ohne Gen-Analyse eine Gesundheitsberatung auf hohem Niveau nicht durchführbar.

Will ich wirklich mein Gen-Profil kennen? Macht mich das nicht unsicher?

Ganz im Gegenteil: Nur wer seine Gene kennt und das perfekt darauf abgestimmte Lebensprogramm zur Verfügung hat, muss sich um seine Gesundheit keine Sorgen mehr machen. Falsche Ernährung aus Unwissenheit ist Vergangenheit, der Körper bekommt exakt nur noch das, was ihm guttut und was er braucht.

Ist es nicht zu früh für Gen-Tests?

Nein, wir wissen heute schon so vieles, deswegen macht es Sinn, dieses akuell bereits verfügbare Wissen gezielt einzusetzen. Natürlich wissen wir noch nicht alles, diesen Zeitpunkt wird es sowieso niemals geben. Aber einfach abzuwarten und zu riskieren, durch den falschen Lebensstil Krankheiten auszulösen, wäre doch fatal.

Welche Risiken gibt es?

Die Durchführung des Gentests ist völlig gefahrlos. Die Daten müssen in einer bestimmten Form gespeichert sein und dürfen selbstverständlich nicht weitergeleitet werden. Dazu hat die deutsche Bundesregierung im März 2009 ein neues Gen-Diagnostikgesetz verabschiedet.Damit ist nicht nur die Speicherung und Vermittlung von genetischen Daten geregelt, sondern auch, dass ausschließlich Molekularbiologen und Ärzte mit einer umfassenden genlabortechnischen Ausbildung Gen-Tests anordnen dürfen. salvagen erfüllt selbstverständlich alle Bestimmungen und Qualitätsrichtlinien der EU sowie die spezifischen Verordnungen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz.